Gestern Abend haben wir noch schoen zur Entspannung "Der Untergang" gesehen. Heute morgen haben wir uns um halb sechs auf ins Holweider Krankenhaus gemacht. Da sind wir, nachdem alles soweit vorbereitet war, Rtg. Kreissaal geschoben worden. Erster Schocker war, dass (gerade am Kreissaal angekommen) ein Zwillingsnotfallgeburt vorrang bekam. Klar, dass unsere Aufregung damit nicht gelindert werden konnte. Gegen 9 sind wir dann erneut zum Kreissaal und auch schnell runter in den OP geschoben worden. Dort noch 30 Minuten Vorbereitung mit PDA und Sichtschutz aufbauen, dann konnte ich auch ich endlich zu meiner Haasenmami. Nun kam auch Prof. Wolff und schaute kurz ueber den Sichtschutz "Es geht nun los". Etwa 3 Minuten spaeter hoerten wir wie der Prof. sagte:"Da ist schon der Po", kurze Pause, dann hoerten wir unsere kleine Laura. Die Hebamme kam um die Ecke und hielt die kleine Laeuera an Ihre ueberwaeltigte Mama.Von der Hebamme zum Mitkommen aufgefordert gingen wir in den Nebenraum, in dem die Uebliche "U1" gemacht wird. Fuer mich sah alles erst ganz normal aus. Dann telefonierte der Anaethesist mit einem Arzt und bat ihn um Hilfe. Dann folgte das naechste Telefonat mit einem Kinderarzt mit der Bitte, zu kommen. 2 Minuten spaeter kamen 2 Kinderaerztinnen und ein ganzer Pulk Aerzte plus Hebamme untersuchten unser kleines Baby. Mir war extrem mulmig zumute. Ich wurde dann mit der Hebamme zu meiner Haasenmama und dann durch die OP-Schleuse nach draussen gebracht. Da wartete ich, nicht wissend was gerade mit unserem Toechterchen passiert ist, auf Melanie. Im Kreissaal angekommen haben wir dann nach weiteren 1,5 Std. unser Kind endlich in den Armen halten koennen. Es waren leichte Anpassungsschwierigkeiten aufgetreten und Laura war zur Beobachtung und ersten Untersuchungen in die Praenatalstation gekommen.
Seit dem ist alles bestens mit der Kleinen. Fuer uns war alles extrem unwirklich und wir haben noch nicht geschnallt, was abgegangen ist.
Warum Kaiserschnitt? Wegen Lauras Beckenendlage.
1 Kommentar:
hier nun meine version bzw. empfindungen:
ja, "der untergang" war wirklich eine top vorbereitung, denn ich war hinsichtlich des bevorstehenden kaiserschnitts genau in der stimmung...dann der eingeschobene notkaiserschnitt und mein zurückrollen zurück ins zimmer hatte mir vorerst den rest gegeben. um 9 war es endlich soweit. ab in den op, alles voller vermummter menschen, grelles licht, ich bekam so langsam richtig angst. die pda war unangenehm, fühlte sich an, als ob ich in die steckdose gegriffen hätte, ging aber sehr schnell. dann dieses gefühl, gelähmt zu sein, zusätzlich sackte der kreislauf ab, hatte angst, denen alles voll zu brechen...idazu die befürchtung, die würden ohne den haaasenmann anfangen, also fragte ich mal zur sicherheit nach (man weiß ja nie..) natürlich hatten sie noch nicht angefangen, ich war noch in der vorbereitungsphase und mir wurde mal wieder übel. der aneathesist wurde langsam sehr ungeduldig, schrie ein wenig die schwestern an, wie lange das denn hier alles dauern würde, mein kreislauf stehe nicht zum besten. damit stand meine eh schon eher schlechte stimmung auch nicht mehr zum besten, quasi stand mir der angstschweiß im gesicht!! dies vernahm die liebe aneathesist und fragte mich, ob er denn mal lieber meinen mann reinholen solle. ich nickte!! so, der haase kam, zum glück auch "der böse wolff" (wir nennen ihn so, da ich mich nach der op so gefühlt habe, als hätte er zwar ein "zicklein" rausgeholt, aber dafür 10 kilo wackersteine als gegenleistung wieder reingesteckt..) und alles ging ganz schnell. nach ca 5 minuten hörte ich unser baby schreien, mich überwältigten die gefühle und ich musste ohne ende heulen, typisch frau halt. laura wurde mir kurz gezeigt, ich sah nur, dass sie KEINE roten haare hatte, aber dafür ganz schön grau war. der haase ging mit laura und hebamme raus, der böse wolff beendete sein werk. zwischendurch kam die hebamme und sagte, laura hätte anpassungschwierigkeiten, wär aber alles ok, ich solle mir keine sorgen machen. ich tat es komischerweise auch nicht, obwohl ich wochenlang jede babysendung gesehen hatte und damit hätte checken müssen, dass hier doch was nicht so ganz mit rechten dingen zugeht. ich wurde rausgeschoben, draussen wartete der haase, er sah auch schonmal besser aus. aber er hat sich ebenfalls nichts anmerken lassen. wir warteten 2 stunden auf unser kind, die innere unruhe wuchs, aber ich war noch so mitgenommen von der op, dass mein körper sich weigerte, angst und sorgen zuzulassen.dann kam sie endlich, immer noch ganz gräulich, fett eingepackt und klein, nichts zu sehen von "germanys next top-moppel" (der letzte ultraschall anfang august hatte ergeben, dass sie schon 3300g und 53 cm groß war und ich folglich mit einem wonnenproppe rechnete..), sondern ein mini baby, 3000 g und 48 cm..aber wir waren überglücklich, dass es ihr den umständen ensprechend gut ging!!
Kommentar veröffentlichen